Georg Korner

TRANSIT – an epic sculptural installation

The collectors of Epicentro art Dr. Mariam and Marc Omar supports Georg Korner.
Preview at the Berlin studio by invitation only or upon request.
Please contact info (at) epicentroart.com

Epicentro art Georg Korner

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Narrative des Transits

Jaqueline Krickl

Das Künstleratelier des vormaligen Chef-Bildhauers der Berliner Stadtschloss-Fassade, Georg Korner alias Matthias Körner, beherbergt ein neues Großprojekt. Auf 400 Quadratmetern breitet sich eine Werkserie von 1599 Figuren in zwei Gruppen aus, an der er seit zweieinhalb Jahren kontinuierlich arbeitet.

 

Zuvor war der Steinbildhauer zwölf Jahre mit dem Replizieren des umfangreichen barocken Bildprogramms für die Fassade des im Entstehen befindlichen Berliner Stadtschlosses beschäftigt. Diese anspruchsvolle Tätigkeit erforderte nicht nur eine intensive Auseinandersetzung mit dem italienischen und nordeuropäischen Barock, sondern verlangte nach einer Beschäftigung mit der Bildhauerkunst, die bis in die griechische Antike zurückreicht und deren Kenntnis sich im aktuellen Werk widerspiegelt.

Die erste Installation besteht aus 1600 Plastiken, die sich in einer Anordnung von jeweils fünf mal fünf Figuren mit einer Höhe von etwa 20 cm auf 64 quadratische Felder gleichmäßig verteilen. Die anthropomorphen Statuetten, im leicht nach links eingedrehten Profil, tragen in der rechten Hand einen Koffer und sind im klassischen Kontrapost dargestellt. Das angewinkelte linke Bein deutet eine vorwärtsschreitende Bewegung an. Die langen Gewänder verschmelzen mit dem quadratischen Plateau, das als Grundfläche für die Anordnung und Ausrichtung der keramischen Plastiken dient. Die Thematik der unzähligen, sich auf der Flucht und in der Migration befindlichen Menschen ist evident wie tagesaktuell, aber auch seit jeher Bestandteil der Menschheitsgeschichte und spiegelt sich ferner im Werktitel der Serie wider: Transit.

Korner wählt das strenge Ordnungsprinzip des Quadrates als geometrische Grundform zur Komposition seiner Figuren, wodurch die Arbeit in seiner unausweichlichen Konfrontation mit der Vervielfachung einerseits Ruhe und Struktur erhält, andererseits aber auch mit der Unentrinnbarkeit des begrenzten Raumes konfrontiert. Die expressive Gestaltung der Figurationen ist zugleich kraftvoll wie schicksalhaft und betont die zwiespältigen Aspekte unserer Gegenwart, die Korner als „Verführung und Untergang“ beschreibt. Soziologische Begrifflichkeiten wie Individuum und Masse sind die Bezugspunkte der sich aufdrängenden Auseinandersetzung. Der Mensch in seiner Vielschichtigkeit und als durch die Vernunft selbstbestimmtes Wesen agiert in Abhängigkeit der Dynamik der Masse. Im Strom des Gleichschritts einer vorwärtsschreitenden Gebärde angeordnet und einen Koffer mit sich führend, erweckt die Figuren-Konstellation Erinnerungen an die Bilder der Deportation der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus. Bilder, die sich im kollektiven Gedächtnis nicht nur der deutschen Bevölkerung eingebrannt haben.

Anders als jene Menschenmengen, die von Flucht und Vertreibung gezeichnet waren, sind Korners Figuren in aufrechter Haltung, fast trotzig energisch, ihr Schicksal ertragend dargestellt. Das Ziel geschlossen und entschlossen anvisiert. Dennoch ist eine Art Zögerlichkeit oder Verlorenheit in den Gesichtszügen herauszulesen, die in Korrelation zur Körperhaltung einen ambivalenten Spannungszustand erzeugen. Genau diese Spannung führt beim Betrachten ein Verharren in der jeweiligen Mimik und Gestik herbei und evoziert Narrative des spezifischen Transits. Über die Plastiken reflektieren und projizieren sich aber auch die Erinnerung und Auseinandersetzung mit Geschichten des eigenen individuellen Transits.

Diese Lesart ist auch der zweiten Installation der Werkserie Transit inhärent, die sich im Bildprogramm jedoch unterscheidet. Die Arbeit besteht aus 999 Einzelfiguren mit einer Höhe von zirka 30 cm, die in der Gesamtinstallation eine Fläche von 36 Quadratmetern ausfüllt. Dicht an dicht, neben- und hintereinander, reiht sich in einer stufenartigen Anordnung im 45-Grad-Winkel ein Figurenprogramm, das unterschiedlicher nicht sein könnte: Würdenträger, Heilige – wie beispielsweise der das Kreuz tragende Andreas, Märtyrer und Propheten jeglicher Religionen, Delinquenten der spanischen Inquisition, Stars, Idole und Ikonen der Pop- und Rockkultur, mythologische Figuren – wie die mit Harfe und Fänge dargestellten Sirenen, Kämpfer und Soldaten mit Gasmasken, Comic-Helden – wie Batman, Burka-Trägerinnen, Riten- und Kultfigurationen – wie die Figuren mit Bauchmasken, die in Tansania zur Schwangerschaftsinitiation angelegt werden oder die ausdrucksstarken Kostümierungen des mexikanischen Totenkultes Día de Muertos, an dem der Tod als Teil des Lebens gefeiert wird, Selbstmord-Attentäter mit Sprengstoffgürtel und dazwischen immer wieder gewöhnliche Menschen, die in ihrer Ausarbeitung an die Figuren der ersten Arbeit erinnern. Auch diese Gruppe trägt schwere Koffer und ist in einer etwas nach links ausgerichteten Standbein-Spielbein-Pose arrangiert, die Spannung und Dynamik vermittelt.

Die Ausführungen der verschiedenen Plastiken zeugen von einer passioniert enthusiastischen Produktivität und einem großen, multiplen Gestaltungswillen. Allein die Diversität der spanischen Delinquenten ist beachtenswert. Körperhaltung und Mimik sind von expressivem Duktus. Die oftmals der Häresie Beschuldigten mussten sich vor dem Autodafé verantworten, dem Glaubensgericht der spanischen Inquisition. Dieses verkündete und vollstreckte das Urteil der Beschuldigten, die als Ketzer diffamiert, durch lange, hochstehende Spitzmützen, sogenannte Capriotes, stigmatisiert und letztlich meist hingerichtet wurden. Korners Angeklagte weisen starke Korrespondenzen mit dem Delinquenten-Personal in Francisco de Goyas Gemälde Inquisitionstribunal (1812-19) auf. Die Ähnlichkeit in den gebeugten Oberkörpern, verzagten, desillusionierten Gesichtern und tiefliegenden Augäpfeln ist immanent, aber nicht verwunderlich. Korner hat sich bereits im Alter von 16 Jahren mit der plastischen Gestaltung von Goya-Figuren befasst. Goyas Werk entstand in jenem Zeitraum, in dem er sich selbst vor der Inquisition für seine berühmte Aquatinta-Serie Los Caprichos (1793-99) verantworten musste, in der er unter anderem die Laster und Verfehlungen damaliger Kirchenvertreter anprangerte und die als grotesk verhandelt wurde.

1857 widmete Charles Baudelaire in seinem Essay Quelques caricaturistes étrangers der Los Caprichos-Serie von Goya eine längere Abhandlung. Als Kunstkritiker fasste er die Verschiedenartigkeit des Komischen und des Grotesken folgendermaßen auf: „Vom künstlerischen Standpunkt aus betrachtet ist das Komische eine Nachahmung, aber das Groteske eine Schöpfung […].“ Weiter beschreibt er in seiner Analyse den „modernen“ Geist und die innovativen Darstellungsmittel in Goyas Werk: „ich meine damit eine Liebe des Nichtgreifbaren, ein Gefühl für gewaltige Kontraste, für die blanken Schrecken der Natur und des menschlichen Antlitzes, das sich seltsam animalisch durch die Umstände darstellt.“

Bei Korner liegt das Groteske und der Kontrast in der Zusammenstellung der im Transit befindlichen Subjekte. Die Gesellschaft benötigt neue Bilder, um über Migration zu sprechen. Der indische Philosoph und Kulturwissenschaftler Homi K. Bhabha, der in seiner Publikation Die Verortung der Kultur den sich ständig verändernden und umstrittenen Charakter der Grenzen der Nation und ihrer Narrative betont, fordert „Gegen-Geschichten“. Narrative, die der großen Geschichte vom Nationalstaat die Fragilität seiner Konstruktion entgegensetzen. Nach seiner Argumentation kann in postkolonialen Zeiten das „Wesen“ oder der „Ort“ der Kultur nicht mehr als einheitlich und geschlossen verstanden werden. Diesen Ansatz scheint Korner in seiner Installation umgesetzt zu haben, wenn er die Gegenwart der Weltbevölkerung mit ihrer Geschichte in allen Facetten zusammenbringt.

 

Jaqueline Krickl ist Dozentin für Kunst-, Design- und Mediengeschichte am Lette Verein Berlin und als freie Autorin und Kuratorin tätig. Sie studierte Betriebswirtschaft (Dipl.), Kunstgeschichte und Kulturwissenschaften (M.A.) und ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Kunstvereins Initiative temporäre Kunsträume e.V. (www.i-t-k-r.org), in dem sie unter anderem die Ausstellungsreihe Kunstraum AVUS (2008–2013) realisierte. Hierzu entstand 2013 die gleichnamige Publikation, die sie mitherausgab.

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„This Is Not A Palm Tree“

Gruppenausstellung albanischer und kosovarischer Künstler_innen

Eröffnung 7. November, 19 Uhr
Aftershowparty ab 23h im Eschschloraque

neurotitan / Rosenthalerstr. 39, 10178 Berlin

Öffnungszeiten Mo – Sa 12-20 Uhr
Ausstellungsdauer 9. November – 28.November

InvitionCover

Die Ausstellung wird unterstützt durch die Heinrich Böll Stiftung, Veltins und Epicentro art / Sammlung Fiedler

„This Is Not A Palm Tree“- Gruppenausstellung albanischer und kosovarischer Künstler_innen

Alban Muja I Artan Hajrullahu I Atdhe Mulla I Dren Maliqi I Driant Zeneli I EndriDani I Enkelejd Zonja I Haveit I Ilir Kaso I Jakup Ferri I Jeton Muja I Koja I Ledia Konstandini I Majlinda Hoxha I Olson Lamaj I Remijon Pronja I Silva Agostini
Die Gruppenausstellung „This Is Not A Palm Tree“ konzentriert sich auf Arbeiten junger albanischer und kosovarischer Künstler_innen. Erstmals in dieser Form in Berlin gezeigt, werden Hauptvertreter_innen der zeitgenössischen Kunstszene beider Länder gesammelt gegenüberstellt. Die ausgestellten Künstler_innen versuchen sich den vielschichtigen Manifestationen kollektivierter Erinnerung und nationaler Identität in ihren Heimatländern anzunähern – eine Auseinandersetzung die in der gegenwärtigen Kunst beider Länder eine unbedingte Rolle spielt.

Vor 14 Jahren fand in der ifa-Galerie die erste (und letzte) Gruppenausstellung albanischer Künstler_innen in Berlin statt.  Zu einer Zeit als die krisengeprägten 1990iger Jahre der Balkanländer noch kaum überwunden und die Folgen nicht abzusehen waren. Heute, unter globalen Realitäten wie der Massenmigration erscheint die Präsentation von Kunst in einem nationalen,  Rahmen anachronistisch, nahezu deplaciert.

Gleichzeitig muss eine Kunstanschauung, die sich im internationalen Kontext bewegt, einen Raum schaffen , in dem lokale Zusammenhänge und Differenzen benannt und diskutiert werden können. In einer Ausstellung gesammelte Arbeiten junger Künstler_innen aus dem albanischen Sprachraum gegenüberzustellen, eröffnet die Möglichkeit, eine Vorstellung zu entwickeln, wie andauernde Transformationsprozesse,  Identitätspolitiken und Lebenswirklichkeiten, in der Kunst der beiden Staaten aktuell erörtert, formuliert und kritisiert werden.
Albanien und Kosovo sind heute noch stark durch ihre kommunistische Vergangenheit geprägt; Albanien, das sich unter dem Regime des Diktators Enver Hoxha erst ab 1991 langsam, aus seiner fast völligen Isolation lösen konnte und Kosovo, als ehemalige Provinz des sozialistischen Jugoslawiens, das mit seiner Unabhängigkeitserklärung 2008 heute zu einem der jüngsten souveränen Staaten weltweit zählt, der allerdings international immer noch bei vielen Staaten um seine Anerkennung kämpft. Vergangenheiten, die im Zusammenhang mit ihrem kommunistischen Erbe geprägt sind, durch staatlich diktierte Bildpolitiken und die gegenwärtig einer Konstruktion und Manipulation von nationalen Erinnerungs- und Gründungsmythen ausgesetzt sind. Die Gegenüberstellung künstlerischer Positionen, die sich mit der historischen sowie gegenwärtigen Erinnerungs- und Repräsentationspolitik zweier Staaten, die sich als ein Volk verstehen, beschäftigen, eröffnet noch eine zusätzliche Dimension; Es werden nicht nur die je individuellen kosovarischen und albanischen Staatsideologien hinterfragt, sondern auch die Konstitution des Gemeinsamen – die Narration des albanischen als Ethnie, Heimatland, Kultur und Tradition.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Annika Hirsekorn (Kuratorin der Ausstellung)
email hidden; JavaScript is required | Tel +49 30 30 87 25 73

www.neurotitan.de | http://haus-schwarzenberg.org

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#autumnedition

3. Septemebr 2015 – 31. October 2015
opening hours: Tue – Sat 12am-6pm

POP UP FASHION BERLIN is a collaborative shop concept that integrates high quality design, fashion & art and offers a platform for young designers & entrepreneurs to sell their products in a curated shop context.

fashion:
Maison Margiela vintage
A.F. Vandevorst
ANNHAGEN
BLANK ATELIER
MARAIS vintage
The Golden Circus

ShopAugust

 

 

More information:

www.popupfashionberlin.com

 

 

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Absolut Helge, Werkauschau

Opening August 7th 2015 7pm

Helge Fleming was “merely a supporter of the arts”, as he called himself modestly. He was our friend, an agent provocateur and a great artist. His death, three years ago, left us behind with his dedicated thoughts not only about work as an artist, but about the art market and about life per sé as well. We learned and became inspired with and by him, in long, dark & drunken nights all over the country – and at Berlin’s legendary “Altes Europa” bar ultimately.

In his final years he helped colleagues to find the right way of presentation for their artwork, being the owner of Janecki Bilderrahmen in Mitte. Neither forgotten nor any less exciting as the art of his celebrity colleagues are his own artworks, which will be displayed in a monographic show, curated with the help of his circle of friends. “Absolut Helge” at Epicentro art is an exhibition aggregating works from private collections – on display from August 8th (until 29th).

atelier flemming

 

More information:

Birgit Kaufmann

 

 

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TOKYO art crossing BERLIN

In the frame of the festival TOKYO art crossing BERLIN
Epicentro art presents the exhibition
“5 different landscapes”

Opening Reception: June 5 at 7pm

The exhibition “5 different landscapes” is an approach to the landscape by five Japanese artists, their different techniques and mediums. The exhibition is part of the art-project “TOKYO art crossing BERLIN” from June 5 to June 21 in Berlin. Five artists from Tokyo, Berlin and NY will individually express the “sensitivity” of this project.

Artists:
Ayaka Nakamura / woodcut print (Tokyo)
Kazue Iwatsuka / installation work (Tokyo)
Yoko Naito / photograph (NY)
From the white room. / video works (NY)
HitomiUeoka/ paper sculpture (Berlin)

Ayaka Nakamura
“Life is fleeting; therefore, zest for life is delicate and magnificent. Myriad life forms make the world and I’m also one of them. I’m thinking about the air currently and life’s wave in the process of living.”

Kazue Iwatsuka
After studying Architecture Design and Science of Art, Iwatsuka became interested in city environment and overhead view of cities. While being engaged in soundscape designing, the Artist wrote “SOUNDING SCAPE” (2005) and introduced her study on paper / installation.

Since then, Iwatsuka started expanding her study from soundscape to the memory (shadow) that places / cities / metropolitans have. She has collaborated with many electroacoustic material production and contemporary dance direction as well. Lives and works in Tokyo.

“Memory from places, shadows and aftertaste are there to be felt. These are pursued that very moment as elements. My pieces are inspired by anti-infrastructural spaces to either experience memory / flow of time unique to a place, or to virtually experience déjà-vu by oneself.”

Yoko Naito
born in Japan, has graduated from Nihon University College of Art, Tokyo, Japan in 2007.

She has worked as a graphic designer in Tokyo and currently working in New York as a photographer since 2009. In 2015, Naito was selected as a finalist in professional category of Sony World Photography Award (London, U.K.). In 2014, her one of the project was selected for Kiyosato Museum of Photographic Arts -Young Portfolio (Yamanashi, Japan), juries by Eiko Hosoe, Daido Moriyama, Masato Seto. In 2012, she was selected as an emerging Japanese photographer by RICOH Company, Ltd. She also received some awards such as International Photography Awards, London International Creative Competition and Prix de la Photographie Paris etc. Her work has been exhibited in solo and group exhibitions in the United States, Europe and Japan.

Nature exists as a part of the living environment in Iceland. The simple life in Iceland consists of the correlations of nature, humans, animals and their artifacts. The juxtapositions with a different kind define the significance of existence between each other. These contrasts indicate the sharing of space in one universe.

Misaki Matsui
It is the music video with the message of hope “back to whiteness” which is expressed by visual image, quotes, music and dance.

The collaboration project between Jun Ando (a Koto-Japanese Harp Player and composer) and Misaki Matsui (cinematographer and photographer) is inspired by simplicity and purity of whiteness. They convey the message of hope to restart and reborn by visual arts, music and quotes.

Hitomi Ueoka
I express poisonous and Eros in coexisting nature and society.

 

More information:

Curator Annika Hirsekorn

 

 

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Stefan Heyne ULTIMATE

Opening June 19th 2015 7pm

The photographs of Stefan Heyne (born in 1965 in Brandenburg an der Havel) are emphatically nonrepresentational. The artist omits the elements that generally define a photograph, forgoing the use of any identifiable motif. Instead he creates abstract photographs honed to perfection by paring his imagery to a blurred play of light and shadow with no indication of form. In his most recent series of works, Heyne even avoids the use of soft-focus as an artistic device and emphasizes instead the high-definition reproduction of perhaps one of the purest motifs of all: the cloudless sky photographed from the window of an airplane. The color spectra of pure light revealed in these images seem blurry and out of focus, but they are not. Thus, Heyne’s latest photographs with their splendid sequences of utter dissolution of form and color represent his most radical abstraction to date. In his photographs the viewer is confronted with an endless depth of space to eternity.

Stefan Heyne is one of the most important proponents of a »new abstraction« in contemporary photography. His work is received as groundbreaking for a radical renewed examination of the photographic medium. Over the course of the past ten years he has left behind the conventions of photography to carve out a consistent new creative position. His mostly large-format pictures contain no interpretable subject, not even a contour. Extreme unfocusedness dissolves the motif to the point of complete openness of form, making his compositions aesthetic structures whose symbolic dimension merges an archaic past into the future.

Previously, Heyne’s photographs have been on display in several institutional solo exhibitions, among others at the Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus and at the Kunstsammlungen und Museen Augsburg in 2012. The Städtische Galerie Dresden was showing the most comprehensive exhibition so far in summer 2014  »NAKED LIGHT. Die Belichtung der Unendlichkeit«. Accompanying the exhibition already the second publication was published by Hatje Cantz. Heyne’s works are in numerous private and corporate collections, and increasingly in museums’ collections around the world.

 

Stefan Heyne 

1965 geboren in Brandenburg an der Havel
born in Brandenburg an der Havel 

1987–1992 Studium der Szenografie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Volker Pfüller
studies stage design under Professor Volker Pfüller at the Kunsthochschule Berlin-Weißensee 

1990–1995 Gründungsmitglied und Bühnenbildner der Freien Kammerspiele Magdeburg
founding member and resident stage designer at the Freien Kammerspiele Magdeburg 

1992–1993 Meisterschüler bei Volker Pfüller
Meisterschüler under Professor Volker Pfüller 

1995 Beginn der freien Tätigkeit als Bühnenbildner
starts his career as a freelance stage designer 

2004 erste fotografische Arbeiten
first photographic works 

 

2009 Shortlist Nestroy-Preis – Der Wiener Theaterpreis
shortlisted for the Nestroy theater prize, Vienna 

 

Stefan Heyne lehrt an verschiedenen Universitäten. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Stefan Heyne teaches at various universities. He lives and works in Berlin. 

Einzelausstellungen | solo exhibitions
2015 ULTIMATE Epicentro art, Sammlung  Fiedler, Berlin
2015 HIGHER LIGHT Kaune, Posnik, Spohr, Köln | Cologne
2015 NEUE EDITIONEN Zweigstelle Berlin
2014 NAKED LIGHT. Die Belichtung des Unendlichen
Städtische Galerie Dresden  Kunstsammlung
2014 Lichtraum
Swiss Life AG, Palais Leopold, München | Munich
2012 Maximalahnung
Kunstverein Eislingen

2012 Die Magie der Leere. Fotografien 2006-2012
Kunstsammlungen und Museen Augsburg

2012 Speak to Me. Fotografien
Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus

2011 Woran denkst du? Fotografien
Kommunale Galerie Berlin

2010 Gegendarstellung
Stadtmuseum Groß-Gerau

2010 For Me / For You
Galerie Kaune, Sudendorf, Köln | Cologne

2010 Erkenntnisschatten
Stiftung Schloss Neuhardenberg

2009 Blind Spot
Galerie Kaune, Sudendorf, Köln | Cologne

2009 The Noise. Die Belichtung des Ungewissen
Kunsthalle Brennabor, Brandenburg an der Havel

2009 Stefan Heyne
Kunstmesse Art Athina, Athen | Athens

2008 Fotografie
Lippische Gesellschaft für Kunst, Detmold

2008 The Noise
Galerie foto-forum, Bozen | Bolzano

2008 The Noise. Die Belichtung des Ungewissen
Kunstraum Potsdam

2007 Echolot BrotfabrikGalerie, Berlin
2006 TATORTE Galerie Blickensdorff, Berlin
2005 Nachtwache Sächsisches Staatsministerium der Finanzen, Dresden
2005 Fahrtenschreiber BrotfabrikGalerie, Berlin
2004 TATORTE Galerie Blickensdorff, Berlin

Gruppenausstellungen | group exhibitions 

2015 Skeptische Fotografie
Kunstmuseum Bochum

2015 LICHTBILD UND DATENBILD – Spuren Konkreter Fotografie
Museum im Kulturspeicher Würzburg

2014 Positions 1: New Photography from Germany
Goethe-Institut Hongkong

2012 Neue Sammlung VI
Kunstsammlungen und Museen Augsburg

2011 Neue Werke 2011. Malerei, Grafik, Fotografie, Objekte
Kommunale Galerie Berlin

2009 Hidden Places
Galerie Kaune, Sudendorf, Köln | Cologne

2007 Reality Crossings
2. Fotofestival Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg

2004 Wo liegt Berlin? Fotografische Annäherungen an eine Stadt
BrotfabrikGalerie, Berlin

Monografische Publikationen | monographs 

2014 STEFAN HEYNE. NAKED LIGHT. Die Belichtung des Unendlichen | Exposing Infinity Hatje Cantz Verlag, Ostfildern

Herausgegeben von | edited by Gisbert Porstmann Vorwort von | preface by Gisbert Porstmann Texte von | texts by Markus Gabriel, Gerhard Gamm, Steffen Huck, Lyle Rexer, Anna Schinzel, Michael Stoeber

2011 Stefan Heyne. Speak to Me Hatje Cantz Verlag, Ostfildern Texte von | texts by Hubertus von Amelunxen, Stefan Gronert, Karen Irvine, Maren Polte Interview von | interview by Timothy Persons

2010 Gegendarstellung. Fotografie von Stefan Heyne Trebur

Herausgegeben von | edited by Initiative GG 1973 e. V. Text von | text by Maren Polte

2008 The Noise Kehrer Verlag, Heidelberg Texte von | texts by Klaus Honnef, Gregory Knight, Raimar Stange

2005 Stefan Heyne Salon Verlag, Köln | Cologne Texte von | texts by Gerhard Gamm, Christoph Tannert

 

 

 

 

More information:

Curator Annika Hirsekorn

 

 

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